Marktbefragung zur Entwicklung von Importterminals für Wasserstoff(-träger)
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Die Port of Rotterdam Authority möchte die Einfuhr von Wasserstoff und Wasserstoffträgern wie Ammoniak, Methanol und LOHC (flüssige organische Wasserstoffträger) beschleunigen und startet daher eine Marktbefragung.
Obwohl verschiedene Unternehmen Pläne schmieden, stehen Investitionsentscheidungen meist noch aus. Dadurch wird die Energiewende verlangsamt. Schließlich sind Wasserstoff und Wasserstoffträger eine Alternative zu fossilen Kraftstoffen wie Öl und Erdgas. Ausgehend von den Ergebnissen der Marktanalyse wird die Port of Rotterdam Authority prüfen, welche Rolle sie selbst bei der Beschleunigung der Einführung von Wasserstoffimportterminals spielen kann.
Bei der Energiewende kommt es häufig zu Diskussionen, die zu einer Art Henne-Ei-Problem führen, sodass Unternehmen zwar Pläne machen, aber keine Investitionsentscheidungen treffen. So möchten Abnehmer sicher sein, dass Wasserstoff oder Ammoniak zu einem angemessenen Preis verfügbar ist, während Produzenten Sicherheit hinsichtlich der Abnahme und Transportkapazität benötigen, bevor sie in Produktionskapazitäten investieren. Unsicherheit erschwert die Finanzierung von Projekten. Hinzu kommen Hindernisse wie Netzengpässe und die Stickstoffproblematik.
Die Port of Rotterdam Authority beabsichtigt, mit der Marktbefragung gründlich zu analysieren, welche konkreten Hindernisse bei der Entwicklung von Importterminals für Wasserstoff(träger) bestehen. Ziel ist es, herauszufinden, was notwendig ist, um die Realisierung dieser Importterminals zu beschleunigen. Dabei geht es sowohl um finanzielle als auch um nicht-finanzielle Aspekte. Die Unternehmensbefragung läuft bis zum 16. Januar 2026. Anschließend entscheidet die Port of Rotterdam Authority, ob und wie sie eine Rolle bei der Beseitigung von Engpässen für die Realisierung von Importterminals für Wasserstoff(träger) spielen will und kann.