U-Space-Luftraum im Rotterdamer Hafen

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Der Rotterdamer Hafen steht kurz vor einer bedeutenden Veränderung bei der Nutzung des unteren Luftraums. Der Drohnenverkehr nimmt rapide zu, sowohl für kommerzielle Unternehmen als auch für Regierungen. Dies erhöht den Bedarf an Sicherheit, Übersicht und Widerstandsfähigkeit.

Drohne mit Paket und Bediener bei KRVE

Der untere Luftraum (bis 500 Fuß, etwa 150 Meter) wird zunehmend von Drohnen, aber auch von bemannter Luftfahrt, wie etwa Hubschraubern genutzt. Um diesen Luftraum sicher und geordnet zu verwalten, ergreift die Port of Rotterdam Authority die Initiative, ihn nach den europäischen Regeln für den U‑Space einzurichten. Damit wird ein koordiniertes System für den sicheren Betrieb sowohl der bemannten als auch der unbemannten Luftfahrt geschaffen.

Was ist der U‑Space-Luftraum?

U‑Space-Luftraum ist ein Verkehrskontrollsystem für Drohnen, das auf Vereinbarungen, Protokollen, Kommunikationsmitteln und technischen Standards basiert. In diesem abgegrenzten Luftraum sind Drohnenflüge nur mit Unterstützung dieser Dienste erlaubt. Sowohl die bemannte als auch die unbemannte Luftfahrt muss das Eindringen in den Luftraum vorher anmelden.

U‑Space verbessert vor allem die Luftfahrtsicherheit und macht den legalen Einsatz von Drohnen transparent. Außerdem bietet es der Port of Rotterdam Authority eine solide Grundlage, um unerwünschte oder nicht gemeldete Drohnen zu erkennen und besser gegen sie vorzugehen.

Drohne in der Luft mit einem Gebäude im Hintergrund

Erster Schritt: Pre-U‑Space

In den letzten Jahren wurde mit dem Prototyp U‑Space Rotterdam, verschiedenen Studien und der Koordinierung mit dem Staat, dem Verteidigungsministerium, dem Binnenterminal und anderen Parteien bereits eine Grundlage geschaffen.

Der Pre-U‑Space ist die erste formale Phase auf dem Weg zum vollständigen U‑Space-Luftraum. In dieser Phase geht es um die Anmeldung, die Genehmigungspolitik und die Autorisierung von Drohnenflügen.

Dadurch wird ein geordneter und kontrollierter Luftraum geschaffen. Es werden mehr Arten von Drohneneinsätzen möglich, während gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit gegen unkooperative Drohnen erhöht wird. Wenn man den regulären und legalen Flugverkehr kennt, ist es einfacher, anormale oder unerwünschte Aktivitäten zu erkennen.

In dieser Phase werden Schritte wie die Festlegung einer Genehmigungspolitik und erforderlichenfalls vorübergehende oder dauerhafte Flugbeschränkungen über sensiblen Gebieten unternommen. Legale Drohnennutzer werden sichtbarer und unterstützen die Durchsetzung lokaler Vorschriften.

Der Pre-U‑Space ist durch das Verfahren zur Änderung des Luftraums und der Flugverfahren gesetzlich im niederländischen Luftverkehrsrecht verankert. Zu diesem Zweck werden Dokumententwürfe und Risikoanalysen erstellt. Nach der rechtlichen Benennung gelten die Verpflichtungen im benannten Luftraum sowohl für den bemannten als auch für den unbemannten Verkehr.

Widerstandsfähigkeit gegen Drohnen

Die Unterscheidung zwischen angemeldeten und nicht angemeldeten Drohnen ist für eine wirksame Handhabung unerlässlich. Wenn die Behörden wissen, wer wo fliegt, können sie den regulären Betrieb besser von potenziell riskanten oder bösartigen Aktivitäten trennen.

Drohnen werden manchmal zur Unterwanderung von Kriminalität eingesetzt, z. B. zur Beobachtung, Aufklärung oder zum Einbringen verbotener Güter in Sicherheitsbereiche. Aus diesem Grund investiert die Port of Rotterdam Authority auch in Sensortechnik, um nicht kooperative Drohnen zu erkennen.

Drohne mit einem Logo des Hafens von Rotterdam

Digitale Luftverkehrskontrolle

In einigen Jahren wird ein digitales Luftverkehrssystem für die bemannte und unbemannte Luftfahrt die letzte Stufe des U‑Space-Luftraums sein. Auf diese Weise bereitet die Port of Rotterdam Authority den Hafen auf die künftige Rolle von Drohnen vor, stellt ein leistungsfähiges Instrument für die Zugangskontrolle zur Verfügung und schafft Raum für innovative Drohnendienste.

Der Rotterdamer Hafen wird so zu einem Modell für die ländliche Gestaltung des unteren Luftraums, auch über städtischen Gebieten.