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Landstrom in Rotterdam

11 Mai 2021
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Landstrom ist ein wichtiger Bestandteil der Energiewende. Die am Kai liegenden Schiffe nutzen Generatoren, um den an Bord benötigten Strom zu erzeugen. Dabei verursachen die Motoren Lärm und stoßen unter anderem Feinstaub, Stickstoff und CO2 aus. Landstrom bietet die Möglichkeit, diese Belastungen erheblich zu reduzieren, indem Schiffe mit sauberem Strom aus dem Netz versorgt werden.

'5 steps to shore power'

5 steps to shore power

Die Gemeinde Rotterdam und die Port of Rotterdam Authority wollen, dass bis 2030 ein großer Teil der Seeschiffe „an der Steckdose“ angeschlossen ist, wenn sie am Kai liegen. Die Port of Rotterdam Authority arbeitet mit ihren Kunden (Terminals und Reedereien), anderen Häfen, Netzbetreibern und verschiedenen Regierungen zusammen, um die gemeinsamen Ziele zu verwirklichen. Diese Zusammenarbeit, die als Projekt CABLE (Connecting All Berths for Lower Emissions) bezeichnet wird, konzentriert sich auf drei Bereiche:

1 Die öffentlichen Liegeplätze der Port of Rotterdam Authority für die Binnenschifffahrt, Hafenschlepper und die Seeschifffahrt müssen bis 2027 mit Landstrom versorgt werden.

2 Nach Vorgaben der EU müssen Container-, Kreuzfahrt- und Passagierterminals bis 2030 mit Landstrom ausgestattet werden. Die Port of Rotterdam Authority unterstützt dies und ermutigt die Terminals, diese so genannten AFIR-Verpflichtungen zu erfüllen.

3 Terminals in der Nähe von bewohnten Gebieten sollten dazu aufgefordert werden, einen Landstromanschluss zu installieren. Die Port of Rotterdam Authority möchte ein guter Nachbar für die Anwohner des Hafens sein.

Das Landstromprogramm konzentriert sich zum einen auf die Realisierung und den Betrieb von Landstrom an den öffentlichen Liegeplätzen der Port of Rotterdam Authority. Darüber hinaus wird im Rahmen des Programms daran gearbeitet, die richtigen Rahmenbedingungen für Terminals und Reedereien im Hafengebiet zu schaffen, um die Umstellung auf Landstrom zu ermöglichen. Auf internationaler Ebene arbeitet die Port of Rotterdam Authority mit anderen Häfen an gemeinsamen Herausforderungen wie Standardisierung, Digitalisierung und internationalen Strategiefragen. Darüber hinaus werden die aus den Projekten gewonnenen Erfahrungen ausgetauscht.

Aktueller Stand der Dinge (Karte im Anhang)
Mitte 2024 verfügen die Liegeplätze von van Heerema, Stena Line, Boskalis, DFDS, Royal Roos en Rotterdam Shortsea Terminals bereits über Landstrom für ihre Seeschiffe. Noch in diesem Jahr erwartet die Port of Rotterdam Authority, auch Kreuzfahrtschiffe mit Landstrom versorgen zu können. Darüber hinaus baut die Port of Rotterdam Authority die Landstromversorgung für öffentliche Liegeplätze für die Binnenschifffahrt weiter aus, zum Beispiel am Pier 3 im Waalhaven.

Die nachstehende Karte zeigt die Standorte der verschiedenen Landstromprojekte im Hafen. Wenn Sie auf die Projekte klicken, erhalten Sie weitere Informationen über deren Status.

Rotterdam Shore Power

Die Port of Rotterdam Authority und Eneco haben gemeinsam Rotterdam Shore Power gegründet, ein Unternehmen, das Landstrom als Dienstleistung anbietet. Rotterdam Shore Power entwickelt, finanziert, realisiert und betreibt Landstromanlagen im Auftrag von Kunden und unterstützt diese dabei, sich auf ihre eigene Expertise und ihre Investitionsplanung zu konzentrieren. Terminals, die Investitionen in Landstrom erwägen, sehen die Realisierung und den Einsatz von Landstrom nicht immer als ihre Hauptaufgabe oder -kompetenz an. Darüber hinaus haben die Unternehmen eine Investitionsplanung, die sich auf ihre eigene Geschäftstätigkeit und auf die Nachhaltigkeit ihres Unternehmens konzentriert.

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