Der deutsche Bundespräsident und König Willem-Alexander im Rotterdamer Hafen während des Staatsbesuchs

11 Juni 2026
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Lesedauer: 2 Minuten

Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und König Willem-Alexander besuchten am Mittwochnachmittag, dem 10. Juni, den Rotterdamer Hafen. Der Besuch war Teil des Staatsbesuchs des Bundespräsidenten vom 9. bis 11. Juni 2026.

Die Staatsoberhäupter besuchten zunächst das CO₂-Transport- und Speicherprojekt Porthos auf der Maasvlakte, wo sie durch die Baustelle geführt wurden. Sie besichtigten die Kompressorstation, in der Kompressoren (von Everllence) das von Unternehmen im Hafen abgeschiedene CO₂ unter Druck setzen, um es zu leeren Gasfeldern unter dem Meeresboden, 20 Kilometer vor der Küste, zu transportieren. Vom Dach des Hauptgebäudes aus konnten sie die CO₂-Injektionsplattform in dieser Entfernung sehen.

Zusammenarbeit mit Deutschland

Nach seinem Besuch besuchten sie das Hafen-Erlebniszentrum Portlantis auf der Maasvlakte. Dort sprach Boudewijn Siemons, CEO des Hafenbetriebs Rotterdam, über die Bedeutung des Hafens von Rotterdam für die deutsche Wirtschaft und den ARRRA-Cluster (Antwerp-Rotterdam-Rhine-Ruhr Area), zusammen mit seinem Kollegen Markus Bangen CEO vom weltweit größten Binnenhafen in Duisburg. In einem anschließenden Gespräch in Portlantis sprach Ministerin Stientje van Veldhoven vom Ministerium für Klima und Grünes Wachstum über den Transport und die Speicherung von CO₂ in den Niederlanden, ergänzt durch die Initiatoren in diesem Bereich: Aramis, OGE, Gasunie, EBN, Shell und Air Liquide.

Anschließend gingen die Staatschefs an Bord für eine Hafenrundfahrt vorbei an APM, SIF und Neste, wo sie mit den CEOs dieser Unternehmen sprachen, die jeweils Verbindungen zu Deutschland haben. Bürgermeister Schouten und der deutsche Verteidigungsminister Pistorius sprachen mit dem CEO des Hafenbetriebs Rotterdam und Vertretern des niederländischen Verteidigungsministeriums über die Rolle der Häfen für die militärische Mobilität und die Widerstandsfähigkeit Europas.

Boudewijn Siemons, CEO des Hafenbetriebs Rotterdam: „Wir sind stolz darauf, die Staatschefs Deutschlands und der Niederlande empfangen zu dürfen, um über die Entwicklung des Rotterdamer Hafens und die Zusammenarbeit zwischen den Niederlanden und Deutschland in den Bereichen Logistik, Energiewende und Verteidigung zu sprechen. Wir sind bereits in vielerlei Hinsicht miteinander verbunden, und zukünftige Infrastrukturprojekte wie der Delta-Rhein-Korridor für Wasserstoff und CO₂ können unsere Zusammenarbeit weiter stärken.”

Staatsbesuch

Der Staatsbesuch ist eine Bestätigung der intensiven und vielseitigen Beziehungen zwischen beiden Ländern, sowohl auf politischer und wirtschaftlicher als auch auf kulturhistorischer Ebene. Deutschland ist als Nachbarland der wichtigste Handelspartner der Niederlande, ein Verbündeter in der Europäischen Union, den Vereinten Nationen und der NATO. Umgekehrt sind die Niederlande der drittgrößte Handelspartner Deutschlands. Während dieses Staatsbesuchs werden die Vielfalt der Kooperationsbeziehungen, die Bedeutung gemeinsamer Werte und eine zukunftsorientierte Agenda für beide Länder beleuchtet.