Veiligheid

Port of Rotterdam Authority startet Pilotversuch mit ‘Supersektor’ Rozenburg/Maassluis

30 April 2026
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Lesedauer: 3 Minuten

Port of Rotterdam Authority startet am 1. Mai ein Pilotprojekt, bei dem die Sektoren Rozenburg und Maassluis zu bestimmten Zeiten vorübergehend zu einem sogenannten Supersektor zusammengefasstwerden. Das Pilotprojekt läuft bis zum 1. November 2026. Port of Rotterdam Authority möchte untersuchen, ob diese Vorgehensweise zu einer ausgewogeneren Arbeitsbelastung in weniger geschäftigen Zeiten beiträgt.

„Luftaufnahme eines Frachtschiffs neben einer industriellen Plattform im Hafen.“
Die Verkehrsleitzentrale Rotterdam, eine der beiden Verkehrsleitzentralen der Hafenbehörde Rotterdam. Foto: Martens Multimedia

Im Rotterdamer Hafen ist der Schiffsverkehr in elf geografische Sektoren unterteilt, die jeweils vom Schiffsverkehrsdienst (Vessel Traffic Services (VTS)) überwacht und begleitet werden, einem Verkehrsleitdienst der Abteilung Hafenmeister, der für einen sicheren, reibungslosen und effizienten Schiffsverkehr sorgt. Jeder Sektor verfügt über einen eigenen Schiffsverkehrsdienst-Operator, der Schiffe informiert, berät und bei Bedarf Anweisungen zu Fahrrouten, Verkehrslage, Wetter- und Wasserständen sowie Besonderheiten im Fahrgebiet erteilt.

Während des Pilotprojekts werden die Sektoren Maassluis und Rozenburg an den Wochenenden sowie wochentags in den Nachtstunden von 22:30 Uhr bis 06:30 Uhr dauerhaft miteinander verbunden. Außerhalb dieser Zeiträume bleibt die bestehende Sektoreinteilung unverändert. Die Verkehrsleitung innerhalb des Supersektors erfolgt vom Sektor Rozenburg aus. In diesen Zeiträumen fungieren beide Sektoren als ein einziger kombinierter Arbeitsbereich für einen einzigen Schiffsverkehrsdienst-Operator.

Unterlastung vermeiden

Das Pilotprojekt geht auf eine Untersuchung zur Arbeitsbelastung im Sektor Maassluis zurück. Daraus ging hervor, dass es in diesem Sektor vor allem nachts und am Wochenende Zeiten mit geringerem Schiffsverkehr gibt. Das bedeutet: Schiffsverkehrsdienst-Mitarbeiter müssen dann über einen längeren Zeitraum hinweg wachsam bleiben, obwohl relativ wenig passiert. Gemeinsam mit den Schiffsverkehrsdienst-Operatoren und -Supervisoren wurde daher geprüft, wie die Arbeit in diesen weniger stark frequentierten Zeiten besser organisiert werden kann. Die vorübergehende Verbindung der Sektoren Maassluis und Rozenburg ergibt sich dabei als logische und sichere Lösung.

Es wird erwartet, dass ein Schiffsverkehrsdienst-Operator dann verantwortungsvoll ein größeres Gebiet überwachen kann. Dies soll die Arbeit aktiver und ausgewogener gestalten, ohne dabei die Sicherheit und den Überblick zu beeinträchtigen. Auf diese Weise können wir eine Unterlastung vermeiden und sicherstellen, dass die operative Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit auf einem konstanten Niveau bleiben.

Sicherheit steht an erster Stelle

„Wir wollen unsere Arbeit so organisieren, dass die Schiffsverkehrsdienst-Operatoren auch in ruhigeren Zeiten aufmerksam und aktiv bleiben“, sagt (Staats-)Hafenmeister René de Vries. „Gleichzeitig hat die Sicherheit des Schiffsverkehrs natürlich oberste Priorität. Mit diesem Pilotprojekt untersuchen wir, ob eine flexiblere Einteilung der Sektoren dabei helfen kann, ohne Abstriche bei der Sicherheit oder Effizienz zu machen. „Die Möglichkeit, die Sektoren bei Bedarf sofort wieder voneinander zu trennen, bleibt dabei eine wesentliche Voraussetzung.“

Die Kommunikation mit der Schifffahrt bleibt unverändert und erfolgt über die üblichen und bekannten UKW-Kanäle. In den Verkehrszentralen der Port of Rotterdam Authority ist außerdem immer ein zusätzlicher Schiffsverkehrsdienst-Operator anwesend. Dadurch kann der Supersektor jederzeit getrennt werden, wenn die Umstände dies erfordern, beispielsweise bei erhöhtem Verkehrsaufkommen oder in besonderen Situationen.

Evaluierung nach dem 1. November

Nach Abschluss des Pilotprojekts folgt eine Evaluierung. Der Hafenmeister nutzt die Ergebnisse, um zu entscheiden, ob und wie diese Vorgehensweise in Zukunft beibehalten oder angepasst werden kann.

„Luftaufnahme der Maas mit Hafenanlagen und Bebauung entlang des Flusses.“
Maassluis en de Landtong Rozenburg. Foto: Martens Multimedia