Bunkerumsätze im Hafen von Rotterdam im ersten Quartal 25 % niedriger als im Vorjahr

16 April 2026
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Die Bunkerabgabe im Hafen von Rotterdam lag im ersten Quartal 2026 rund 25 Prozent unter dem Niveau des ersten Quartals 2025. Der stärkste Rückgang war im Segment der fossilen Heizöle zu verzeichnen, insbesondere bei VLSFO (-44 %), HSFO (-25 %) und ULSFO (-13 %). Auch fossile Destillate gingen zurück: MGO um 7 % und MDO um 11 %. 

MSC schip ligt te bunkeren

Gleichzeitig verzeichneten alternative Kraftstoffe einen (leichten) Anstieg. Der Absatz von (Bio-)LNG und (Bio-)Methanol stieg um 6,4 %, während biogemischte Kraftstoffe um 2,7 % zunahmen, vor allem aufgrund einer Verschiebung hin zu biogemischten Destillaten. Biogemischtes LNG wurde erstmals in nennenswertem Umfang geliefert, mit über 15.000 m³ im ersten Quartal 2026. 

Mögliche Erklärungen 

Diese Entwicklungen lassen sich unter anderem durch die Umsetzung der RED III in den Niederlanden erklären, die zu höheren Preisen im Vergleich zu den Nachbarländern geführt hat. Auch operative Änderungen in Regulierung und Politik könnten eine Rolle gespielt haben. Darüber hinaus könnten Preisvolatilität und Preisunsicherheit zu einer geringeren Bunkerabnahme in Rotterdam geführt haben.

Die Auswirkungen der Entwicklungen in der Straße von Hormus sind in den Bunkerzahlen des ersten Quartals 2026 noch nicht sichtbar; diese dürften erst in den Bunkerzahlen für das zweite Quartal deutlicher werden.