Das HCC, das „schlagende Herz des Rotterdamer Hafens“, ist nach einer umfassenden Renovierung bereit für die Zukunft

8 April 2026
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Lesedauer: 4 Minuten

Nach einer umfassenden Renovierung ist das Hafenkoordinationszentrum (HCC) bereit für die Zukunft. In diesem „schlagenden Herzen des Rotterdamer Hafens“ werden die Planung und die Einfahrt von Schiffen geregelt. Anlässlich der Wiedereröffnung des renovierten HCC prägten der stellvertretende Bürgermeister Robert Simons und Berte Simons (COO der Port of Rotterdam Authority) am Mittwochnachmittag, dem 8. April, ganz im Sinne der Seefahrertradition gemeinsam eine Gedenkmünze.

Der stellvertretende Bürgermeister Robert Simons und Berte Simons (COO des Port of Rotterdam Authority) mit der Gedenkmünze zur Wiedereröffnung des HCC. Foto: Robin Utrecht

Tag und Nacht, 365 Tage im Jahr, läuft das HCC auf Hochtouren. Von der reibungslosen Schiffsplanung bis zur Koordination der Notfallmaßnahmen: In dieser Leitstelle läuft alles zusammen, um den Hafen sicher, effizient und zukunftsfähig zu halten. Das ist keine leichte Aufgabe, denn jährlich laufen mehr als 27.000 Seeschiffe und etwa 93.000 Binnenschiffe den Rotterdamer Hafen an.

Damit ist das HCC für den Hafen von unschätzbarem Wert, so der stellvertretende Bürgermeister Robert Simons. „Als ehemaliger Steuermann weiß ich, wie wichtig eine gute Koordination und Kontrolle an Land sind“, sagt Simons. „Im HCC kommt dieses Fachwissen zusammen: Hier sorgen Menschen Tag und Nacht dafür, dass unser Hafen sicher und reibungslos funktioniert. Damit ist das HCC ein unverzichtbares Bindeglied für den größten Hafen Europas.“

„An der Spitze einer komplexen logistischen Operation“

Der Hafenmeister René de Vries betont die Bedeutung des renovierten HCC für den Rotterdamer Hafen. „Unsere Kollegen im Hafenkoordinationszentrum leiten Tag für Tag eine komplexe logistische Operation. Sie sorgen für die Sicherheit und den reibungslosen Betrieb des Hafens. Nach Jahren ununterbrochener Arbeit war eine Renovierung notwendig. Das ging weit über den bloßen Austausch von Möbeln hinaus“, sagt De Vries.

In diesem „schlagenden Herz des Rotterdamer Hafens“ werden die Planung und Zulassung von Schiffen geregelt. Foto: Robin Utrecht

„Wir haben diese Gelegenheit genutzt, um unsere Arbeitsweise zu erneuern und das Arbeitsumfeld entsprechend anzupassen. Ein zukunftsfähiges HCC trägt zu einem widerstandsfähigen Hafen bei. „Wir sind sehr stolz auf das Ergebnis.“

Praktische Anpassungen

Neu ist unter anderem, dass das HCC künftig mit einem Front-Office und einem Back-Office arbeitet. Die neue Raumaufteilung unterstützt diese neue Arbeitsweise und bietet mehr separate Räume für Besprechungen und projektbezogenes Arbeiten. Künstliche Intelligenz, Drohnen und der Einsatz intelligenter Kameras werden die Mitarbeiter dabei unterstützen. Es wurden einige praktische Anpassungen vorgenommen, damit die HCC-Mitarbeiter in dieser brandneuen Umgebung so angenehm wie möglich arbeiten können, sei es tagsüber oder mitten in der Nacht.

Miranda Sagel, Managerin bei HCC, erzählt: „Wir haben zum Beispiel an den neuen Arbeitsplätzen biodynamische Beleuchtung: Licht, dessen Farbtemperatur sich ändert, um den natürlichen Verlauf des Tageslichts nachzuahmen, wodurch man auch nachts leichter konzentriert arbeiten kann. „Außerdem haben wir den Raum akustisch so angepasst, dass sich die Kollegen auch in sehr hektischen Momenten gut konzentrieren können.“

Mehr als nur die Zulassung von Schiffen

Das Hafenkoordinationszentrum überprüft jedes Seeschiff, das sich dem Hafen nähert. Mitarbeiter der Abteilung Hafenmeister überprüfen hier den Tiefgang eines Schiffes, eventuelle Gefahrengüter an Bord, die Einhaltung des ISPS-Codes (internationale Vorschriften für die Sicherheit von Schiffen und Hafenanlagen) sowie die Gezeiten und Strömungsverhältnisse. Auf der Grundlage all dieser Informationen entscheidet das HCC, ob ein Schiff in den Hafen einlaufen darf. Die eigentliche Verkehrsleitung für Schiffe erfolgt anschließend von zwei Verkehrszentralen im Hafengebiet aus.

Darüber hinaus ist das HCC die Meldestelle für Zwischenfälle im Hafen. Wenn sich ein Notfall ereignet – wie beispielsweise ein Brand, ein Wasseraustritt, ein Schiffsunfall oder eine andere gefährliche Situation – sorgt das HCC für die Alarmierung und Koordination der entsprechenden Einsatzteams und Rettungsdienste.

<meta charset="utf-8">René de Vries (Hafenmeister), Robert Simons (stellvertretender Bürgermeister), Berte Simons (COO des Port of Rotterdam Authority), Miranda Sagel (Managerin HCC) und Aldert Kap (Teamleiter HCC) bei der Eröffnung des neuen HCC. Foto: Robin Utrecht

Über die Abteilung Hafenmeister

Der Hafenmeister trägt dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit des Rotterdamer Hafens zu stärken, indem er den Schiffsverkehr so effizient wie möglich abwickelt. Dabei arbeitet er mit Lotsen, Schleppdiensten, Festmachern, Terminals und anderen Partnern im Hafen zusammen. Der Hafenmeister ist an vielen innovativen Lösungen beteiligt, um den Mehrwert des Hafens für die Kunden der Port of Rotterdam Authority zu steigern.

René de Vries ist der Hafenmeister von Rotterdam. Er ist Leiter der Abteilung Hafenmeister, die zur Port of Rotterdam Authority gehört. Die Abteilung Hafenmeister sorgt rund um die Uhr für Ordnung und Sicherheit im Rotterdamer Hafen. Zu diesem Zweck nimmt die Abteilung eine Reihe von Aufgaben im öffentlichen Dienst wahr. Die Befugnisse wurden vom Staat sowie den Gemeinden Rotterdam, Schiedam, Vlaardingen, Dordrecht, Zwijndrecht und Papendrecht auf den Hafenmeister übertragen.