Kreuzfahrtschiff m/v Hondius im Rotterdamer Hafen angekommen
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Am Montagmorgen, dem 18. Mai, ist das Kreuzfahrtschiff m/v Hondius im Rotterdamer Hafen (Europoort, Calandsteiger 7) angekommen. In den vergangenen Tagen haben das Gesundheitsamt (GGD), die Port of Rotterdam Authority, die Sicherheitsregion Rotterdam-Rijnmond und die Stadtverwaltung Rotterdam intensiv zusammengearbeitet, um die Ankunft des Schiffes vorzubereiten. Jede Partei hat dabei im Rahmen ihrer jeweiligen Rolle und Verantwortung zu einem sicheren und sorgfältigen Vorgehen beigetragen. Auch die niederländische Behörde für öffentliche Gesundheit und Umweltschutz RIVM und die Reederei waren daran beteiligt.
Die m/v Hondius war in den letzten Wochen in den Nachrichten, nachdem an Bord Infektionen mit dem Hantavirus festgestellt worden waren. Die Hondius, ein unter niederländischer Flagge fahrendes Schiff, läuft den Rotterdamer Hafen an, weil Rotterdam im Rahmen des Gesetzes über öffentlichen Gesundheitsschutz eine feste Rolle als Quarantänehafen innehat.
Rotterdam verfügt über die richtigen Verfahren, das Fachwissen und die Einrichtungen, um die Situation sorgfältig und sicher zu bewältigen. Es besteht keine unmittelbare Gefahr für die Umgebung oder die Bevölkerung in der Region.
Hafenmeister René de Vries erklärt: „Einem Schiff in Not muss man helfen. Wir lassen die Besatzung auf See nicht im Stich. Rotterdam ist ein sicherer Hafen: Als Quarantänehafen sind wir auf solche Ereignisse vorbereitet und können gemeinsam mit unseren Partnern schnell und professionell handeln – im Interesse der Besatzung, des Hafens und der Umgebung.“
Quarantänestation
In der Nähe des Calandsteigers wurde eine Quarantänestation für die Besatzung eingerichtet. Hier werden 23 Wohneinheiten aufgestellt. Bisher haben die Besatzungsmitglieder keine Symptome. Sie werden direkt nach ihrer Ankunft in Rotterdam getestet und begeben sich anschließend vorsorglich in Quarantäne. Bei der Wahl des Standorts wurden Sicherheit, Platzangebot und logistische Möglichkeiten berücksichtigt, um den Einsatz sicher und kontrolliert durchführen zu können.
Ein Teil der Besatzung, der nicht in die Heimat zurückkehren kann, bleibt bis zum 18. Juni hier in Quarantäne. Die Besatzungsmitglieder können sich auf dem Gelände unter Einhaltung der geltenden Maßnahmen frei bewegen. Wir bitten darum, den Besatzungsmitgliedern Ruhe und Freiraum zu geben und ihre Privatsphäre zu respektieren. Außerdem bitten wir darum, den beteiligten Einrichtungen den nötigen Freiraum für ihre Arbeit vor Ort zu gewähren. Das ist für eine sorgfältige und sichere Durchführung der Maßnahmen sehr wichtig.
Ruhe und Privatsphäre
Für interessierte Journalisten wurde am Kai ein Bereich eingerichtet, von dem aus das Schiff teilweise zu sehen ist. Um der Besatzung und den beteiligten Einsatzkräften Ruhe und Privatsphäre zu gewähren, werden große Teile des Geländes und des Schiffes mit Zäunen abgeschirmt.