Neue Vorschriften für mehr Sicherheit auf dem Wasser: Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der Neuen Maas treten am 1. April 2026 in Kraft
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Ab dem 1. April 2026 gelten Geschwindigkeitsbegrenzungen für den gesamten Schiffsverkehr im Bereich der Erasmusbrug in Rotterdam. In dieser Erasmusbrugzone, vom Wasserbusanleger an der Willemskade bis zum Radarturm an den Boompjes, gilt ab diesem Zeitpunkt eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h. Diese und andere Maßnahmen sollen für mehr Übersichtlichkeit und Sicherheit in einem der am stärksten befahrenen und komplexesten Abschnitte der niederländischen Wasserstraßen sorgen.
Binnenschiffe, Wassertaxis, der Wasserbus, kleine Boote und schnelle RHIB-Boote – rund um die Erasmusbrug fahren alle durcheinander, oft mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und unterschiedlichen Fahrmustern. Durch die Einführung niedrigerer Geschwindigkeiten haben die Schiffsführer mehr Zeit zu reagieren.
In den Zufahrtsbereichen zur Erasmusbrugzone, vom Sint Jobshaven bis zum Nassauhaven, darf der gesamte Verkehr auf der Neuen Maas mit maximal 50 km/h fahren. Entlang der Wasserstraße stehen Schilder, die die Bereiche kennzeichnen. Neben den Geschwindigkeitsbegrenzungen in der Erasmusbrugzone sind Schiffsführer zudem verpflichtet, sich auf der Steuerbordseite der Fahrrinne zu halten, was auch ein Wendeverbot beinhaltet.
Maßnahmen folgen auf Empfehlung
Auch wenn sie am 1. April in Kraft treten, sind diese Maßnahmen keineswegs ein Scherz. Sie folgen den Empfehlungen des Untersuchungsausschusses für Sicherheit und einer nautischen Risikoanalyse, nachdem es in den vergangenen Jahren zu Kollisionen gekommen war. Das Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft passt das Gesetz zu diesem Zweck an. Hafenmeister René de Vries legt per Verkehrsverordnung für den gesamten Schiffsverkehr in diesen Bereichen dieselbe Höchstgeschwindigkeit fest.
„Mit diesen Verkehrsregeln sorgen wir für mehr Ruhe und Übersicht in einem stark befahrenen Gewässer“, erklärt René de Vries. „Eine geringere Geschwindigkeit hilft den Schiffsführern, die Situation auf dem Wasser besser einzuschätzen. Die Neue Maas muss für alle sicher sein, von der Freizeit- bis zur Berufsschifffahrt. „Indem wir den Schiffsverkehr berechenbarer machen, verringern wir das Risiko von Zwischenfällen erheblich.“
Kontrollen an der Neuen Maas
Die Durchsetzung dieser neuen Geschwindigkeitsbegrenzungen obliegt dem Hafenmeister und der Seehafenpolizei. Die Port of Rotterdam Authority stellt Schilder auf, um den neuen Bereich und die Anfahrbereiche deutlich zu kennzeichnen.
Sonderermittlungsbeamte der Abteilung Hafenmeister werden Lasergeräte einsetzen, um die Geschwindigkeiten zu kontrollieren. Die Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten im Verhältnis zur Strömungsgeschwindigkeit der Neuen Maas. Der Hafenmeister berücksichtigt dies bei der Handhabung der Vorschriften.
Tracking-Tool
Die Port of Rotterdam Authority arbeitet darüber hinaus an einem Tracking-Tool für das Gebiet rund um die Erasmusbrug, dem Ship Traffic Monitor. Damit lassen sich die Geschwindigkeiten und Fahrmuster von Schiffen visuell darstellen. Dadurch lässt sich leichter erkennen, ob die Schiffe die Steuerbordseite der Fahrrinne und die Höchstgeschwindigkeit einhalten. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse kann der Hafenmeister mit den Wasserstraßennutzern Gespräche führen.