Verteidigungsterminal in der nordwestlichen Ecke der Maasvlakte 2

23 Dezember 2025
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In der nordwestlichen Ecke der Maasvlakte 2 soll mit hoher Wahrscheinlichkeit ein rund 15 Hektar großes Terminal des niederländischen Verteidigungsministeriums entstehen. Das Ministerium plant, den neuen Terminal für den Umschlag und den Transit von militärischem Material zu nutzen. Der Terminal ist Teil des Nationalen Programms Raum für Verteidigung (NPRD). Das Kabinett hat die sogenannten Vorzugsstandorte für verschiedene zusätzliche Aktivitäten der Verteidigung in den Niederlanden am 19. Dezember festgelegt. Dazu zählt auch der Terminal auf der Maasvlakte 2 ebenso wie gelegentliche amphibische Übungen am Strand der Maasvlakte 2.

Der endgültig ausgewählte Standort auf der Maasvlakte 2
Der endgültig ausgewählte Standort auf der Maasvlakte 2

Die weltweite Sicherheitslage hat sich in letzter Zeit verschlechtert. Die Niederlande bauen ihre Verteidigung weiter aus – eine Entwicklung, die sich in den kommenden Jahren in vielen Teilen des Landes bemerkbar machen wird, da die Streitkräfte wachsen und mehr Raum benötigen. Für den Hafen von Rotterdam ist insbesondere relevant, dass die Verteidigung über ausreichende, gesicherte Terminalkapazitäten für die Abfertigung von Schiffen mit militärischer Ladung verfügt – insbesondere von Material und Munition.

Innerhalb der NATO wurde vereinbart, dass unter anderem diese Art von Fracht über die Niederlande ein- und ausgeführt werden kann – auch dann, wenn das eigentliche Ziel außerhalb des Landes liegt. Die Ladung wird anschließend über die Straße, die Schiene und die Binnenschifffahrt zum jeweiligen Bestimmungsort transportiert. Dafür ist auf dem neuen Terminal auch ein Gleisanschluss erforderlich. Eine Munitionslagerung ist nicht vorgesehen. Neben Rotterdam wird das Verteidigungsministerium weiterhin die Häfen von Vlissingen und Eemshaven für militärische Transporte nutzen.

Darüber hinaus möchte das Ministerium amphibische Übungen auf der Maasvlakte 2 durchführen. Dabei wird vor allem das Anlanden von Personal und militärischem Gerät geübt. Insgesamt beabsichtigt das Verteidigungsministerium, derartige Operationen an vier verschiedenen Standorten in den Niederlanden durchzuführen.

Die Port of Rotterdam Authority erkennt die Bedeutung der Stärkung der Verteidigungsfähigkeit an, teilt die Abwägungen des Kabinetts und begleitet die Vorbereitung und Umsetzung der Pläne aktiv. Die Realisierung des Terminals – einschließlich des Baus der Kaimauer, des Gleisanschlusses und der Erschließung des Geländes – wird voraussichtlich mehrere Jahre in Anspruch nehmen.