Energiewende

Marktbefragung: Vor allem Unsicherheit hinsichtlich der Nachfrage bremst Investitionen in Terminals für Wasserstoffträger wie Ammoniak

11 März 2026
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Lesedauer: 2 Minuten

Der Port of Rotterdam Authority möchte den Import von Wasserstoffträgern beschleunigen. Obwohl mehrere Parteien Pläne für Importterminals schmieden, lassen Investitionsentscheidungen auf sich warten. Der Port Authority hat kürzlich eine Marktbefragung durchgeführt, um Einblicke in die konkreten Engpässe und mögliche Lösungen zu gewinnen.

Dies zeigt, dass verschiedene finanzielle und nichtfinanzielle Risiken der Grund dafür sind, dass Unternehmen derzeit zögern, in Importterminals und Umwandlungsanlagen für Wasserstoffträger wie Ammoniak zu investieren. Eines der Hauptrisiken ist die Unsicherheit hinsichtlich der Nachfrage nach erneuerbaren Energieträgern, die mit der Unklarheit über die Umsetzung von Maßnahmen zur Stimulierung der Nachfrage zusammenhängt. Daneben sind auch die Überlastung des Stromnetzes und die rückständige Pipeline-Infrastruktur wichtige Themen. 

Foto: Martens Multimedia

Die Marktbefragung zeigt, dass mindestens neun Unternehmen Pläne für Terminals haben, die Ammoniak, Methanol, flüssigen Wasserstoff oder LOHC umschlagen können, mit oder ohne Umwandlung vor Ort in Wasserstoff (Ammoniak-Crack- oder LOHC-Dehydrierungsanlagen). Die Kosten für einen solchen Terminal belaufen sich schnell auf mehrere hundert Millionen Euro, weshalb die Unternehmen eine gewisse Sicherheit haben wollen, dass sie ihre Investition wieder hereinholen können.

Neben der Unsicherheit hinsichtlich der Nachfrage sehen die Unternehmen Unsicherheiten in Bezug auf Genehmigungen (insbesondere hinsichtlich Stickstoffablagerungen und der Unvorhersehbarkeit von Verfahrensfristen), Überlastung des Stromnetzes, fehlende Infrastruktur zum Hinterland (wie beispielsweise der Delta Rhein Korridor nach Deutschland) und Unsicherheiten hinsichtlich der Politik (wie beispielsweise eine stabile langfristige Klimapolitik, die die Nachfrage ankurbelt). Die meisten Unternehmen gehen davon aus, dass ihr potenzielles Terminal erst nach 2030 in Betrieb genommen werden kann.

Die von den Teilnehmern genannten Risiken wurden priorisiert und werden vom Port of Rotterdam Authority gemeinsam mit seinen öffentlichen und privaten Partnern angegangen.