Vereinbarung über die Entwicklung des 38 Hektar großen Rotterdam Food Hub

12 Juni 2026
Wie können wir Ihnen helfen?

Lesedauer: 3 Minuten

Im Europort entwickeln die Port of Rotterdam Authority, die Necron Group und die PTP Group gemeinsam eine 38 Hektar große Logistikinfrastruktur für die Lagerung und den Umschlag von gekühlten und gefrorenen Lebensmitteln. Es entstehen eine neue Kaimauer, mehrere Lagerhäuser sowie Terminaleinrichtungen. Das Projekt umfasst außerdem eine eigene Energieversorgung. Zu diesem Zweck haben die Parteien die Ausgabevereinbarung unterzeichnet. Mit dieser Erweiterung festigt Rotterdam seine Position als wichtiges Eingangstor für gekühlte und gefrorene Lebensmittel in den europäischen Markt.

Von links nach rechts: Gerard van Liempt (CEO Necron Group), Guillermo Misiano (CEO PTP Group), Boudewijn Siemons (CEO Port of Rotterdam Authority) | Foto: Robin Utrecht
Von links nach rechts: Gerard van Liempt (CEO Necron Group), Guillermo Misiano (CEO PTP Group), Boudewijn Siemons (CEO Port of Rotterdam Authority) | Foto: Robin Utrecht

Für die Port of Rotterdam Authority ist das Projekt Teil der weiteren Entwicklung des Rotterdam Food Hub als Logistikdrehscheibe für Agrar- und Lebensmittelgüter. Hierfür errichtet die Port of Rotterdam Authority eine über 500 Meter lange Kaimauer sowie einen Wellenbrecher, zum Schutz der Liegeplätze vor Seegang und Schiffswellenschlag. 

Laut Boudewijn Siemons, CEO der Port of Rotterdam Authority, unterstreicht das Projekt die Bedeutung des Rotterdam Food Hub: „An diesem strategischen Standort bringen wir Logistik, Lagerhaltung und Infrastruktur zusammen, damit unsere Kunden ihre Fracht schneller, nachhaltiger und effizienter abwickeln können. Mit dieser Entwicklung machen wir einen wichtigen Schritt zur weiteren Stärkung unserer Position als Europas führender Agrar- und Lebensmittelhafen.“

Der Plan umfasst vier Baugrundstücke. Auf zwei davon realisiert die Necron Group in mehreren Phasen zwei Kühllager – Necron Food Park I & II – mit einer Gesamtfläche von rund 145.000 m². Die Anlagen richten sich an Kühlhausbetreiber und entsprechen der wachsenden Nachfrage nach effizienten und skalierbaren Kühlkettenlösungen in Europa.

Auf dem dritten Grundstück, im südlichen Teil des Rotterdam Food Hub errichtet die Necron Group ein Energy Hub. Das Energiezentrum wird Terminal und Kühlhäuser von Beginn an mit Strom versorgen und eine sofortige Inbetriebnahme ermöglichen.

Gerard van Liempt, CEO der Necron Group, sagt: „Mit dieser Entwicklung realisieren wir Logistikimmobilien für die Lagerung und den Umschlag gekühlter Produkte, kombiniert mit einer eigenen Energieversorgung. Unsere Erfahrung mit Lebensmittel- und Kühlkettenprojekten versetzt uns in die Lage, an diesem Standort sofort einen groß angelegten und effizienten Betrieb aufzunehmen.“

Artist impression Rotteredam Food Hub
Artist Impression Rotterdam Food Hub

Der Logistikdienstleister PTP Group entwickelt auf dem vierten Grundstück am Caland-Kanal einen 73.000 m² großes Terminal. Es verfügt über drei Liegeplätze für Hochsee- und Binnenschiffe, einen Warteplatz sowie die erforderliche Logistik- und Infrastruktureinrichtungen für einen effizienten wasserseitigen Frachtumschlag. Das Terminal bedient unter anderem Kühlhäuser und zusätzliche Frachtströme und verbessert den multimodalen Zugang zum gesamten Gebiet. Darüber hinaus wird PTP einer der Mieter der Kühlhäuser der Necron Group. 

Guillermo Misiano, CEO der PTP Group, betont die operative Bedeutung der Entwicklung: „Mit diesem Terminal stärken wir unsere Position als Hafen- und Logistikdienstleister in Europa. Wir schaffen eine direkte Verbindung zwischen Kai, Lagerung und Transport. Dies ermöglicht eine intensivere Nutzung der See- und Binnenschifffahrt und verkürzt die Vorlaufzeiten bei der Abwicklung von Agrar- und Lebensmittelströmen.“

In den kommenden Monaten werden die Parteien die technischen Details ausarbeiten und die erforderlichen Genehmigungen beantragen. Anfang 2027 sollen bei der Necron Group, der PTP Group und der Port of Rotterdam Authority die endgültigen Investitionsentscheidungen fallen.

Rotterdam Food Hub

Der Rotterdam Food Hub befindet sich auf dem Gelände ‚Kop van de Beer‘ im westlichen Europoort-Gebiet, am Eingang zur Maasvlakte. Das Areal wird für Unternehmen des Agrar- und Lebensmittelsektors ausgebaut und erhält eine direkte Kaianbindung für den effizienten Umschlag gekühlter und gefrorener Fracht, insbesondere aus Südamerika. Das Konzept des Rotterdam Food Hub basiert auf dem Prinzip „Security by Design“, bei dem die Aufteilung und die Abläufe auf dem Terminal in enger Zusammenarbeit mit dem Zoll gestaltet werden. Dadurch können Lieferungen aus Lateinamerika kontrolliert, sicher und effizient abgefertigt werden. Rotterdam stärkt damit seine Position als größter westeuropäischer Transithafen für Agrar-, Gartenbau- und Fischereiprodukte.